Wann fanden das letzte Abendmahl und die Kreuzigung von Jesus statt?

“Jesus Christus, das neutestamentliche Passahlamm (1. Kor 5,7-8), wurde am Tag vor dem Passahfest gekreuzigt.”, heißt es in der Elberfelder Bibel (S. 1549). Das ist eine direkte und selbstbewusste Aussage, der viele Christen zustimmen würden. Vor allem Christen, die in der Bibel ein zuverlässiges historisches Zeugnis sehen, erachten es für sehr wichtig, dass die Daten – allen voran der Tag der Kreuzigung – stimmen. Bei einer genauen Prüfung kommen Probleme zum Vorschein, die nicht nur die Kreuzigung, sondern auch das letzte Abendmahl betreffen. Wann fanden nun das letzte Abendmahl und die Kreuzigung statt?

Grundlagen

Bevor wir uns anschauen, was in den Evangelien zum Abendmahl und der Kreuzigung steht, müssen wir einige Sachverhalte klären. Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass die Evangelien vor ca. zweitausend Jahren geschrieben wurden. Damals lebten die Menschen in einer völlig anderen Welt. Teilweise haben sich die damaligen Bräuche bis heute in der jüdischen Kultur erhalten. Diese unterscheidet sich trotzdem sehr stark von unserer und aus diesem Grund wissen viele Menschen aus unserem europäischen Kulturkreis nicht, was die einzelnen Feste und Bräuche zu bedeuten haben. Im Folgenden möchte ich einen kurzen Überblick über das Passahfest bzw. das Fest der ungesäuerten Brote, den Sabbat und die jüdische Zeitrechnung geben. Diese drei Sachverhalte sind wichtig, um das Thema, mit dem wir uns in diesem Post auseinandersetzen, zu verstehen.

Das Passah/ Das Fest der ungesäuerten Brote:

Passah bezeichnet das Fest, bei dem sich die Juden an den Auszug aus Ägypten erinnern, als Gott die erstgeborenen ägyptischen Kinder erschlug und die jüdischen Kinder verschonte, weil ihre Häuser mit dem Blut von einem geschlachteten Lamm markiert waren.  Einen Tag vor dem Fest ist der Rüsttag für das Passahfest. An diesem Tag wurde das Passahlamm geschlachtet und das Essen vorbereitet, das einen Tag später beim Passahmahl, das den Anfang für das Passahfest markierte, verzehrt wurde. Direkt an das Passahfest schloss sich das siebentägige Fest der ungesäuerten Brote an. Dieses Fest soll auch an den Auszug der Juden aus Ägypten erinnern. So hatten die Juden keine Zeit, um Brote aus Sauerteig zu backen. In diesen sieben Tagen darf im Haus kein Brot aus Sauerteig sein (Elberfelder, S. 1549) Das Passahfest und das Fest der ungesäuerten Brote sind eng miteinander verbunden und werden manchmal zu einem Fest verschmolzen. Darum werden in Markus 14,12 beide Feste als das “Fest der ungesäuerten Brote” bezeichnet, während in Markus 14,1 beide Feste getrennt aufgeführt werden.

Der Sabbat

Der Sabbat ist der letzte Tag der jüdischen Woche und beginnt am Freitagabend und reicht bis in den Samstag hinein. Am Sabbat müssen die Juden ruhen und dürfen keine Arbeit verrichten. Einen Tag vor dem Sabbat – am Rüsttag – bereiten die Juden sich auf den Sabbat und auf das Sabbatmahl vor (Elberfelder, S. 1552).

Die jüdische Zeitrechnung

Die Menschen in der westlichen Welt gehen von einer genauen Uhrzeit aus. Für sie bzw. uns hat ein Tag 24 Stunden. Wenn ich sage, dass ich morgen Geburtstag habe, darf man mir schon um Mitternacht gratulieren. Die Juden haben eine andere Zeitrechnung – sie gehen nicht nach der exakten Uhrzeit. Für sie beginnt der neue Tag mit dem Sonnenuntergang. Aus diesem Grund beginnt der Sabbat bereits am Freitagabend, wenn es dunkel wird. Ein “jüdischer” Tag geht von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang. Er beginnt abends, wenn es dunkel wird und geht bis zur nächsten Abenddämmerung. Deswegen steht im ersten Buch Mose, nachdem Gott das Licht von der Finsternis scheidet, dass ein Tag zuerst aus dem Abend und dann aus dem Morgen besteht:  “Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein Tag.” (1. Mose 1,5) Dementsprechend begann das Passahfest am Abend mit dem verzehr des Passahmahls, während der Rüsttag bzw. der Vorbereitungstag für das Passahfest am Tag war. So verhält es sich auch mit dem Sabbat: Der Sabbat beginnt am Freitagabend, wenn es dunkel wird. Der Rüsttag für den Sabbat beginnt am Donnerstagabend und hört Freitag bei Sonnenuntergang auf (Ehrman, Bart: Jesus, Interrupted, S. 25).

Die synoptischen Evangelien

Die synoptischen Evangelien sind sich im Ablauf alle sehr ähnlich. Im Markusevangelium bekommen wir bezüglich des Tages den ersten Anhaltspunkt zu Beginn des ersten Kapitels. Die Hohen Priester suchen nach einer Möglichkeit, um Jesus zu ergreifen. Dies tun sie zwei Tage vor dem Fest der ungesäuerten Brote: “Es war aber zwei Tage vor dem Passah und dem Fest der ungesäuerten Brote. Und die obersten Priester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List ergreifen und töten könnten; […]” (Markus 14,1) Nachdem Jesus die Salbung durchführt und von Judas verraten wird, gibt Jesus seinen Jüngern Anweisungen zur Vorbereitung des Passahmahls. Hierbei erfahren wir, dass es am Rüsttag für das Passahfest, an dem das Passahlamm geschlachtet wurde, geschieht (Markus 14,12). In Markus 14,16 erfahren wir, dass die Jünger das Passahmahl zubereiten. Am Abend bzw. am Tag des Passahfests (schließlich brach für die Juden der nächste Tag bereits abends/nachts bei Sonnenuntergang an) halten sie das letzte Abendmahl und essen das Passahmahl (Markus 14,17). Nachdem Jesus beschreibt, wer der Verräter ist, die Verleugnung von Petrus prophezeit und in Gethsemane gefangen genommen wird, wird er vor den Hohen Rat geführt. Dies alles geschieht direkt in der Nacht, nachdem sie alle gemeinsam das letzte Abendmahl gehalten haben. Schließlich wird Jesus am frühen Morgen zu Pilatus gebracht (Markus 15,1). In Markus 15,6 wird noch einmal ersichtlich, dass Jesus am Passahfest zu Pilatus kommt: “Zum Fest aber pflegte er ihnen einen Gefangenen loszugeben, wen sie sich erbaten.” Nun wird Jesus zum Tode verurteilt, von den Soldaten gegeißelt und auf Golgatha gekreuzigt. Dies alles spielt sich an einem Tag ab – dem Passahfest. Jesus wird schließlich abends ins Grab gelegt. Dabei macht der Autor vom Markusevangelium deutlich, um welchen Abend es sich handelt: “Und als es schon Abend geworden wares war nämlich Rüsttag, das ist der Vorsabbat -, […]” (Markus 15,42) Laut Markus ist der Tag der Kreuzigung von Jesus sowohl das Passah als auch der Rüsttag zum anstehenden Sabbat.

In den beiden restlichen synoptischen Evangelien haben wir nahezu den gleichen Ablauf. Vor dem Passah planen die Hohen Priester einen Anschlag auf Jesus (Mat. 26,1; Lk. 22,1) und Jesus prophezeit, dass er bald sterben wird (Mat. 26,2). Am Rüsttag des Festes der ungesäuerten Brote bereiten die Jünger das Passahmahl vor und halten am Abend (nach jüdischer Zeitrechnung ist es bereits der nächste Tag) mit Jesus das letzte Abendmahl bzw. Passahmahl (Mat. 26,17; Lk. 22,7). Jesus wird in der Nacht gefangen genommen (Mt. 26,47; Lk. 22,47). Am Morgen (Mt. 27,1) nach der Gefangennahme wird er zu Pilatus geführt (Mt. 27,2), wobei er bei Lukas zweimal zu Pilatus geführt wird: Jesus wird vom Hohen Rat verurteilt und zu Pilatus gebracht (Lk. 23,1). Pilatus schickt Jesus zu Herodes und nachdem Herodes bei Jesus keine Schuld feststellen kann, sendet er ihn wieder zurück zu Pilatus (23,11). Nachdem Jesus am Kreuz gestorben ist, wird seine Leiche am Passahfest bzw. am Rüsttag für den Sabbat ins Grab gelegt (Mat. 27,57; Lk. 23,54). Bei Matthäus erfahren wir zusätzlich, dass einen Tag nachdem Jesus gestorben ist – also am Sabbat – sich die Priester mit Pilatus treffen, um eine Wache vor dem Grab Jesu aufstellen zu lassen: “Am nächsten Tag aber, der auf den Rüsttag folgt, versammelten sich die Hohen Priester und die Pharisäer bei Pilatus” (Mat. 27,62)

Fassen wir zusammen: In den synoptischen Evangelien ist das letzte Abendmahl gleichzeitig ein Passahmahl, das das Passahfest einleitet. Anschließend wird Jesus am Passahfest gekreuzigt und begraben. Das Passahfest ist gleichzeitig der Rüsttag für den Sabbat.

Das Johannesevangelium

Das Wirken von Jesus neigt sich dem Ende. Bald wird er gefangen genommen und gekreuzigt. Doch bevor das passiert, versammelt Jesus seine Jünger zum letzten Abendmahl (Joh 13), bei dem er u.a. die Fußwaschung durchführt, Judas als Verräter entlarvt, den Verrat von Petrus ankündigt und die Jünger zur Liebe ermahnt. Hierbei steht in Johannes 13,1, dass das Abendmahl vor dem Passahfest geschah: “Vor dem Passahfest aber, als Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zu dem Vater hinzugehen – da er die Seinen, die in der Welt waren, geliebt hatte, liebte er sie bis ans Ende.” Im Gegensatz zu den synoptischen Evangelien, die betonen, dass das Abendmahl gleichzeitig das Passahmahl ist, ist bei Johannes das letzte Abendmahl ein gewöhnliches Abendessen: “Und bei einem Abendessen, als der Teufel schon dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot, es ins Herz gegeben hatte, dass er ihn überliefere, […]”

In derselben Nacht verlässt Judas die Gemeinschaft Jesu und der Jünger, um Jesus zu verraten (Johannes 13,30). Nach dem Gebet für seine Jünger, ging auch Jesus mit seiner Gefolgschaft zum Garten, wo er festgenommen wurde (Johannes 17,1-18,11). Zunächst wird Jesus zu Hannas gebracht, der der Schwiegervater von Kaiphas war (Joh. 18,13). Danach wird er zu Kaiphas und anschließend zu Pilatus ins Prätorium geführt. Wir erfahren, dass Jesus frühmorgens bei Pilatus ankommt (Joh. 18,28). Ferner erfahren wir noch eine sehr wichtige Information. Die Juden trauen sich nicht in das Prätorium hinein, um sich nicht zu verunreinigen, denn sie wollen das Passahmahl essen dürfen: “Und sie gingen nicht hinein in das Prätorium, damit sie sich nicht verunreinigten, sondern das Passahmahl essen könnten.” Somit war der Tag, an dem Jesus zu Pilatus gebracht wurde, der Rüsttag für das Passahfest. Wir erinnern uns: Der Rüsttag des Passah war der Tag, an dem das Essen (vor allem das Passahlamm) zubereitet wurde, denn nach jüdischer Zeitrechnung begann bereits bei Sonnenuntergang der nächste Tag, was in unserem Fall der erste Tag des Passah wäre, bei dem das zubereitete Essen verzehrt wurde. Da Jesus am Tag (als es noch hell war) zu Pilatus gebracht wird, ist es der Rüsttag für das Passah, dass am Abend (nach jüdischer Zeitrechnung am Passahfest) gegessen wird.

Schließlich wird Jesus gegeißelt und auf Golgatha gekreuzigt (Joh. 19). In Johannes 19,14 wird der Tag der Kreuzigung noch einmal präzisiert: “Es war aber Rüsttag des Passah; es war um die sechste Stunde.” Anschließend wollen die Juden, dass die Körper von Jesus und den beiden anderen Männern, die mitgekreuzigt wurden, von den Kreuzen genommen werden. Der Grund ist für uns sehr interessant, denn wir erfahren, dass der Tag, an dem das Passahfest stattfand, gleichzeitig der Rüsttag für den Sabbat war: “Die Juden nun baten den Pilatus, damit die Leiber nicht am Sabbat am Kreuz blieben, weil es Rüsttag war – denn der Tag jenes Sabbats war groß -, dass ihre Beine gebrochen und sie abgenommen werden möchten.” (Joh. 19,31) Laut dem Autor vom Johannesevangelium war das Passah, an dem das Passahlamm gegessen wurde, gleichzeitig ein Sabbat. Und so wird Jesus, der schon tot war, vom Kreuz genommen und in ein Grab gelegt. In Johannes 19,42 wird nochmal wiederholt, das es der “Rüsttag der Juden” war.

Fassen wir zusammen: Im Johannesevangelium findet das letzte Abendmahl an einem normalen Tag statt. Am Rüsttag für das Passah wird Jesus gefangen genommen, verurteilt, gekreuzigt und begraben. Gleichzeitig ist dieser Tag auch ein Rüsttag für den anstehenden Sabbat. Der folgende Tag ist der Tag des Passahfestes, an dem das Passahlamm gegessen wird und gleichzeitig ein Sabbat. Wahrscheinlich hebt der Autor des Evangeliums aus diesem Grund hervor, dass “der Tag jenes Sabbats” groß war.

Der Widerspruch

In den synoptischen Evangelien findet das letzte Abendmahl am Passah statt und ist somit gleichzeitig das Passahmahl. Jesus wird am gleichen Tag – dem Passahfest – gekreuzigt. Im Johannesevangelium findet das letzte Abendmahl einen Tag vor dem Passahmahl statt. Das Evangelium macht deutlich, dass Jesus am Rüsttag für das Passah – vor dem Passahfest bzw. Passahmahl – gekreuzigt wurde. Die Schlachter-Bibel (Revisionsjahr 2000) versucht in ihrer Worterklärung zum Passah diesen Widerspruch aufzulösen. So seien die unterschiedlichen Zeitangaben in den Evangelien vermutlich auf einen von den Sadduzäern abweichenden Festkalender der Pharisäer in damaliger Zeit zurückzuführen, sodass das Passah nach der Festzählung der Pharisäer gefeiert wurde, während die Sadduzäer das Passah einen Tag später feierten (Schlachter 2000, Sach- und Worterklärungen zur Bibel, S. 66-67). Die Pharisäer und die Sadduzäer waren zwei verschiedene Richtungen im Judentum. Die Pharisäer befürworteten die strenge Einhaltung der alttestamentlichen Gesetze. Heutzutage würde man sie als Fundamentalisten bezeichnen. Die Sadduzäer waren liberaler. Sie waren gebildet und weltoffen. Ferner standen sie – im Gegensatz zu den Pharisäern – nicht im Konflikt mit der römischen Besatzungsmacht. Von den jüdischen alttestamentlichen Schriften akzeptierten sie die Fünf Bücher Mose, schienen aber die strikte Einhaltung und den radikalen Glauben an den gesamten Tanach (das jüdische Alte Testament) abzulehnen (Elberfelder, S. 1549-1550 und S. 1552). Die Sadduzäer und Pharisäer waren verfeindet (es lassen sich so einige Parallelen zum heutigen Christentum ziehen). In Bart Ehrmans Buch “Jesus, Interrupted. Revealing the Hidden Contraditcions in the Bible (and Why We Don’t Know About them)” wird dieser Versuch, den Widerspruch aufzulösen, überzeugend entkräftet. So schreibt Ehrman, dass es wahr ist, dass einige jüdische Glaubensgruppen glaubten, dass die Glaubensautoritäten in Jerusalem, die auch den Tempel verwalteten, einem falschen Kalender nachfolgten. Nichtsdestotrotz ist Jesus in allen vier Evangelien nicht mit irgendwelchen jüdischen Sektengruppen außerhalb von Jerusalem unterwegs, sondern in Jerusalem, wo die Lämmer geschlachtet wurden und wo es nur einen einheitlichen Passahtag gab. Die Priester in Jerusalem akzeptierten und richteten sich nicht nach jüdischen Sekten bzw. Randgruppen, die das Passah an einem abweichenden Tag feierten (S. 27). Wie kam dieser Widerspruch zustande? Haben sich die Autoren einfach vertan oder haben sie bewusst einen eigenen Tag für das Abendmahl und die Kreuzigung gewählt?

Das Johannesevangelium wurde als letztes geschrieben. Und so vertritt Ehrman die Ansicht, dass der Autor von Johannes das Datum bewusst geändert hat. Bereits im ersten Kapitel wird Jesus zweimal als das “Lamm Gottes” dargestellt, das die Sünde der Welt wegnimmt (Joh. 1,29 und Joh. 1,35). Wie bereits geschrieben, wurden die Juden, die ihre Häuser mit dem Blut vom geschlachteten Lamm bestrichen haben, vom Gericht Gottes verschont – ihre Erstgeborenen wurden von Gott nicht ermordet. Dieses Motiv greift der Autor vom Johannesevangelium auf: Jesus soll als das Lamm dargestellt werden, das geschlachtet werden soll, um den Zorn Gottes abzuwenden. Deswegen wird Jesus am gleichen Tag gekreuzigt, an dem auch das Passahlamm geschlachtet wird (Ehrman, Bart: Jesus, Interrupted, S. 28). Untermauert wird diese Interpretation dadurch, dass Johannes der Täufer nur im Johannesevangelium Jesus als das “Lamm Gottes” bezeichnet (Singer, Tovia: Let’s Get Biblical, S. 218)

Fazit

Abschließend können wir feststellen, dass die synoptischen Evangelien und das Johannesevangelium sich widersprechen. Während in den synoptischen Evangelien das letzte Abendmahl gleichzeitig das Passahmahl ist und Jesus – nach jüdischer Zeitrechnung – am selben Tag gekreuzigt wird (am Passahfest), wird im Johannesevangelium das letzte Abendmahl vor dem Passahfest gehalten und Jesus stirbt am Rüsttag für das Passah, d.h. einen Tag vor dem Passahfest. Es ist davon auszugehen, dass Johannes das Datum verändert hat, um Jesus als das Passahlamm darzustellen, das am Rüsttag geschlachtet wird. Hiermit wird deutlich, dass es dem Autor vom Johannesevangelium nicht um historische Korrektheit ging und die Bibel kein vertrauenswürdiges historisches Zeugnis ist. So sollte der direkte und selbstbewusste Aussagesatz aus der Elberfelder Bibel zu einem zweifelnden Fragesatz umgewandelt werden: “Jesus Christus, das neutestamentliche Passahlamm (1. Kor 5,7-8), wurde am Tag vor dem Passahfest gekreuzigt?” Und die Antwort: Kommt drauf an, welches Evangelium du liest!

 

 

 

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